Roter Mond

Schlaflos wälze ich mich durch die Nacht.
Anspannung und Entspannung die mich wellenförmig packt.
Für kurze Zeit den Atem stockt.
Nicht zur Ruhe kommen lässt.
Regen strömt vom Himmel, Wind peitscht um die Hausecken.
Reinigung. Loslassen.
Hände auflegen, lauschen, den Botschaften die mitschwingen.
Energien ausgleichen.

Rolle mich aus dem Bett auf die Matte.
Sanft bewegen.
Hingeben und atmen, in die Anspannung hinein.

Die Dunkelheit zieht mich raus in die Nacht.
Eingekuschelt in meine Decke liege ich da.
Die Luft riecht nach Sommerregen.
Spüre die Naturkraft. In mir. Um mich herum.
Das Licht der Mondin scheint mir hell ins Gesicht.
Ich strahle zurück. Kann meinen Blick nicht abwenden.
Bin fasziniert, wie hypnotisiert.
Wind kommt in Böen. Flaut wieder ab.
Tauche in den Rhythmus mit ein.
Ein Gefühl von Geborgenheit breitet sich aus.
Spannung lässt nach.

Allmählich weicht die Dunkelheit.
Ich zwinker der Mondin ein letztes Mal zu
und sinke schlaftrunken der Morgendämmerung entgegen.

 

© Sabrina Krämer (21.10.2021)